Willkürliche Festnahme eines friedlichen Demonstranten
17. September 2009 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
Gerade habe ich Piratenkollegen Schlapsi vom heutigen Amoklauf erzählt und fand es gut, dass die Polizei so konsequent gehandelt hat. Der Täter wurde bei seinem Angriff mit einer Axt auf die ersten eingetroffenen Polizisten sofort niedergeschossen. Das mag zwar jetzt irgendwie schlimm klingen, aber: Respekt an diese beiden Polizisten.
Danach aber fand ich die Polizeigewalt schon wieder ganz schnell nicht so toll, als ich von der Festnahme Markus Barenhoffs lesen musste. Die Geschichte ist sehr gruselig!
Tja, der Ehrliche ist ja in Deutschland leider schon in mehrfacher Hinsicht der Dumme.
Dabei erinnere ich mich am Rande auch an meine letzte Polizeikontrolle, und ich bin heute froh, dass ich nicht ausgestiegen bin. Vor ein paar Monaten geriet ich nach einem Kinobesuch mit einem sehr guten Freund in eine Routine-Verkehrskontrolle. Als ich dem Beamten meinen Ausweis aus dem Fenster reichte, verschwand dieser etwa zehn Minuten damit - was der wohl mit meinen Daten gemacht hat? Vielleicht habe ich aufgrund meiner Statur und meinen kurz rasierten Haaren in irgendein Beuteschema der Polizei gepasst.
Auch unüblich erschien mir dabei, dass mein Auto wirklich extrem genau unter die Lupe genommen wurde (was ich bei verrückten Tunern ja auch verstehen würde). Ganz langsam ging der zweite Beamte mit einer Taschenlampe um mein Auto und schaute sich beispielsweise ganz genau das Profil meiner Reifen an (dagegen ist ja im Prinzip noch nichts einzuwenden). Insgesamt aber doch sehr merkwürdig die Situation.
Ich war jedenfalls kurz davor, auszusteigen, um zu fragen, ob ich in irgendein Beuteschema passen würde. Naja, sollte ich jemanden ähneln, der was Schlimmes getan hat, dann okay, aber ich hatte nichts dergleichen in der lokalen Presse vernommen. Jedenfalls bin ich froh, dass ich das nicht getan habe - wenn man sowas wie von Herrn Barenhoff liest, hätte es einen ja nicht gewundert, wenn die Handschellen geklickt hätten.
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