Arbeit lohnt sich nicht
22. März 2010 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
Wenn ich den Stern-Artikel lese, frage ich mich, wie die Hartz-IV-Spirale von Heranwachsenden verlassen werden kann. Schon gewußt? Wenn ein Hartz-IV-Kind (lieber Stern, wie diskriminierend klingt das eigentlich?) mehr als 100 Euro in den Ferien dazuverdient, muss es 80 Cent von 100 an den Staat abtreten! Es wird auf das Einkommen der Eltern aufgerechnet.
Warum wundert sich einer da überhaupt noch einer, dass in Deutschland eine sogenannte Unterschicht entsteht?
Westerwelle sagte doch noch: Arbeit muss sich wieder lohnen. Dass ich nicht lache! Klar, die von der FDP können jetzt sagen, dass das ja alles mal von anderen Parteien beschlossen wurde. Aber anstatt den Antrag der SPD aufzugreifen und zu verbessern, wird der unter den Tisch gekehrt - und wetten, dass nichts passieren wird?
Der Antrag der SPD sieht vor, dass betroffene Kinder vier Wochen abzugsfrei arbeiten dürfen in ihren Ferien. Ich finde, das ist viel zu wenig. Was ist mit Nebenjobs? - Die waren zu meiner Zeit auf dem Gymnasium für viele ganz normal. Okay, die Kinder können nach den zahllosen Schulreformen sowieso kaum noch was reißen bei all dem Streß, gleiches und gilt ja für Studenten. Das kommt noch oben drauf.
Aber trotzdem: Freie Bahn für Kids und Teenager. Babysitten, Zeitung austragen, Rasen mähen und Co. sollte sich auf jeden Fall lohnen.
Das E-Bass-Mädchen, von dem der Stern berichtet, ist ein gutes Beispiel für eine Jugend, die dieses Land braucht.
Die schlechteste Regierung aller Zeiten braucht dieses Land jedoch nicht.
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