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Details zu Agrarsubventionen öffentlich - ein Rechenbeispiel

17. Juni 2009 - von Kim - 4 Kommentare - Artikel kommentieren

Während Aldi und Co. die Milchbauern schröpfen, fiel mir eben fast der Hut von der Lampe, als ich grob kalkuliert auf über eine Million Euro Agrarsubventionen allein für mein Heimatdorf (24623 Großenaspe) kam!

Nur so am Rande:
Großenaspe hat etwa 2800 Einwohner. Das durchschnittliche Einkommenssteueraufkommen pro steuerpflichtigen Bürger in Schleswig-Holstein beträgt laut Spiegel Online etwas weniger als 5200 Euro pro Jahr. Damit dürfte ein beachtlicher Anteil des Einkommensteueraufkommen des Dorfes direkt in die Tasche der ortsansässigen Bauern fließen!

Übrigens: Nicht mal die Hälfte der Bevölkerung erzielt steuerpflichtiges Einkommen.

Deutschland hat bei rund 82 Millionen Einwohnern nämlich nur rund 35 Millionen Steuerpflichtige. Gehen wir also großzügig gerechnet von 1400 steuerpflichtigen Einwohnern in Großenaspe aus, komme ich auf etwa 7,3 Millionen Euro Einkommenssteuer. Macht bei rund einer Million Subvention einen krassen Anteil von fast 14%.

Wann wird dieser Wahnsinn endlich gestoppt? Ich bin auch gern bereit, das doppelte für einen Liter Milch zu zahlen, wenn die Milliarden stattdessen in die Bildung gesteckt werden ...

Kommentare

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1. Kommentar vom 17. Juni 2009 08:13:43

Gerhard

Tja, und genau das ist der Grund, weshalb ich z.B. die Veröffentlichung dieser Daten nicht gutheissen kann.
Ich selbst bewirtschafte einen Betrieb. Die Höhe der Subventionen übersteigt i.A. das erwirtschaftete Ergebnis. Das bedeutet, wenn ein durchschnittlicher Betrieb meinetwegen 50000 Euro erhält, wird das Jahresergebnis eher darunter liegen. Und wieviele Leute arbeiten auf diesem Betrieb voll mit ? Oft vier Leute, wenn die Altenteiler noch fit sind. Und wie lange ? Von morgens um halb sieben bis am Abend um elf. Und am Samstag. Und am Sonntag. Und kein Urlaub. Und kein Krankenschein.
Wer wird somit subventioniert ?
Alle diejenigen, die von den zu niedrigen Erzeugerpreisen profitieren.
Das ist die Mühle, die Bäckerei, der Metzger und vor allen Dingen Aldi & Co.
Die Geiz ist Geil Mentalität tut ein Übriges.
Und wenn man den Stundenlohn der Bauern ausrechnet, der dann bei zwei oder drei Euro liegt, können einem schon die Tränen kommen !
Gerhard


2. Kommentar vom 17. Juni 2009 10:05:14

Kim

Sorry, Gerhard, es geht um Steuergelder! Was damit passiert, hat transparent zu sein. Das ist eines jeden Steuerzahlers gutes Recht! Auch Ihres!


3. Kommentar vom 17. Juni 2009 10:07:53

Kim

Ergänzung:
In Sachen Subvention für Aldi und Co. sind wir ja einer Meinung. Das können Sie meinem Artikel ja auch so entnehmen.

Ich zahle gern den doppelten Preis für Milch oder ein Brötchen. Und ich nehme an, bei einer Verdopplung wäre den Bauern schon sehr geholfen, oder?


4. Kommentar vom 18. Mai 2011 17:00:46

Steffen

Ich zahle nicht gerne den doppelten Preis, da die Kosten für Nahrung, Energie etc. ständig steigen.

Die Tatsache, dass Aldi u. Co. vom Staat noch unterstützt werden, ist klar absolut daneben. Grundsätzlich könnte der Bürger sich auch höhere Milchpreise leisten, doch um hier die eigentliche Problematik zu bekämpfen, müssten wir schon in Richtung \"Volksvertreter\" (CDU, SPD, FDP, GRÜNE), die allesamt nur noch dem Großkapital (eben Aldi, Energieversorger u. Co.) verpflichtet sind. Ein normaler Arbeitnehmer, Lohnaufstocker oder Arbeitsloser jedenfalls kann sich einen doppelten Milchpreis nicht leisten. Zumal es ja hier nicht nur um Milch geht, sondern grundsätzlich und die Lebenshaltungskosten! Wie gesagt, wenn wir alle nicht das System, also die Verursacher, (CDU, SPD, FDP, GRÜNE) ändern bzw. abwählen, wird sich auch nichts ändern! Und wenn wir mal ehrlich sind, es gibt auch sehr viele CDU-Landwirte in Schleswig-Holstein, die ganz gut vom System profitieren, während das einfache Volk bluten muss.

yv.net

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