Ver(w)irrter Rambo
30. Juni 2008 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
Also sowas Beklopptes. Das ist echt beängstigend.
Ein französischer Fallschirmjäger hat angeblich versehentlich mit scharfer Munition um sich geschossen. 16 Verletzte, zwei schweben in Lebensgefahr. Aus meinen Erfahrungen bei der Bundeswehr kann dieser Rambo im wahrsten Sinne des Wortes die Einschläge nicht mehr gemerkt haben. Denn: Selbst, wenn er nicht für die vertauschte Munition verantwortlich ist, so merkt man das wirklich eindeutig nach dem allerersten Schuss. Zwar ist auch die militärische Platzmunition alles andere als ungefährlich, aber von scharfen Schüssen unterscheidet sich ein Übungsschuss auch gefühlt (etwa durch den Rückstoß) doch erheblich - jedenfalls bei den Waffen, die ich abgefeuert habe während meiner Bundeswehrzeit (G3, MG3, G36, P1, P8, MP, MK20).
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Fallschirmjäger mit schweren Handfeuerwaffen wie Maschinengewehren unterwegs sind, die als einzige denkbare Infanteriewaffen so schnell so viele Schüsse abfeuern, dass sich ratzfatz gleich 16 Leute verletzen. Selbst, wenn jemand alle 30 Schuss im Feuerstoß aus einem G36 abfeuert, wird es schwer sein, damit 16 Menschen zu treffen.
Ganz egal, wer die Munition in die Waffe brachte, der Typ muss eine Mitschuld tragen.
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