Apple-Jünger blasen zum iWar
06. September 2007 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
"Boykott!" rufen die Apple-Jünger zu Massen in vielen Foren auf. Grund des Ärgernisses ist die Vergünstigung des iPhones nach genau 68 Tagen um 33%.
Als Informatiker und Geschäftstreibender habe ich kein Verständnis für die erbosten, tendentiell sehr technikversierten Apple-Jünger, die sich jetzt so aufregen. Zweierlei Gründe will ich dazu anführen:
- Das iPhone ist quasi ein Organizer, darin steckt Technik, die vielen PDAs gut stehen würde. Egal, ob es nun strategische Gründe sind oder nicht: Bei Hardware aus der IT-Welt ist es nun mal jederzeit möglich, dass ein Artikel von heute auf morgen stark günstiger oder gar teurer wird. Man schaue sich mal die Zahlen an, wenn Intel oder AMD ihre Produktpalette überarbeiten - gerade bei teuren Prozessoren sind von heute auf Morgen Preisnachlässe von mehreren Hundert Euro durchaus normal.
- Aus rein geschäftlicher Sicht kann man Steve Jobs doch nur gratulieren, dass er ein vertragsgebundenes, unsubventioniertes Telefon für so teures Geld massenhaft an den Mann bringen konnte. Die 33%ige Verbilligung ist aus geschäftlicher Sicht ein kluger Schachzug. Dass sich die Apple-Gemeinde so sehr darüber aufregt, war wohl aber mit Sicherheit nicht im Sinne der Apple-Führungsetage.
Ich denke aber, dass sich dieser Wind wieder legen wird. Apple wird weiter auf der Erfolgsspur bleiben, da bin ich mir sicher. Und das sage ich, obwohl ich noch nie ein Produkt der Firma Apple besessen habe.
Jedem willenlosen Apple-Lemming kann ich da leider nur sagen: That's business! Dazu passend habe ich einen Kommentar im Spiegel-Forum entdeckt, der zwar böse, aber sehr treffend ist:
Den Apple-Jüngern gönne ich es allerdings zutiefst! Sie scheinen zu vergessen, daß es sich bei den Produkten, die sie kaufen, nicht um Heiligtümer handelt, sondern um Konsumgüter. Ein bißchen Elektronik und ein bißchen schlecht programmierte Software. Mehr nicht.
Zitat vom Foren-Teilnehmer VisualTwo.
Dabei will ich aber durchaus ergänzen, dass das mit der schlecht programmierten Software - wenn es denn so ist - genauso auf alle anderen Produkte zutrifft. Denke mal, dass das hier ausnahmweise mal eher sarkastisch gemeint war.
Mein Beitrag dort wartet übrigens dort noch auf Freischaltung durch einen Moderator. Vielleicht schmeckt es dem Redakteur nicht, dass ich seinen Artikel als (IT-)weltfremd bezeichnet habe. Die wichtigsten Gründe dazu stehen oben.
- Quelle: SPON
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