FSF: Vista ist umweltschädlich
10. September 2007 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
Ich gehöre ja eher zu den Informatikern, die bei den sogenannten Glaubenskriegen sehr bald abwinken. Ein Profi sollte nicht nur schwarz oder weiß kennen, sondern die Vorteile der verschiedenen "Welten" der Betriebssysteme kennen.
Die Free Software Foundation wettert nun aber mit so albernen Argumenten gegen Microsofts neuestes Windows-Produkt, dass mir der Anschein kommt, dass sie wie ein schlechter Politiker nur mal wieder in die Medien kommen wollen.
Denn Vista erzwinge durch die hohen Anforderungen an die Hardware, den alten Rechner wegzuwerfen und einen neuen, leistungsfähigeren anzuschaffen.
Zitat der FSF, gesehen auf web.de.
Des weiteren wird da noch von einer Wegwerfmentalität bei Computerhardware gesprochen. Zwar fordert die gewohnt flüssige Verwendung von Windows Vista durchaus stärkere Hardware als ein Windows XP. Das Gros der Nutzer wird aber durch neu erworbene Computer ohnehin Vista erhalten. Natürlich gibt es hier und da ein paar Freaks, die immer das Neuste haben müssen, aber diese Zeitgenossen wären auch ohne ein Vista auf dem Trip. Die anderen sind Informatiker wie ich, die für die Software-Entwicklung ein Vista und dafür gegebenenfalls einen neuen Rechner oder neue Hardware benötigen.
Wer aber mal bei Ebay geguckt hat, weiß, dass die Leute alte Rechner nicht so schnell einfach wegschmeißen. Einen gut XP-tauglichen PC wegzuschmeißen ist doch so, als würde man Geld aus dem Fenster werfen. Ich persönlich kenne in meinem Umfeld sehr viele, die auf - ich sag mal - bewährte Computertechnik setzen. Das wären dann solche, die Vista nach dem Lebenszyklus ihres Rechners zwangsläufig kennenlernen würden.
Wenn man sich ein so dämliches Argument vor Augen führt, kann man ein genauso einfaches, aber viel weniger dämliches Argument hinzuziehen: Vista fördert den technischen Fortschritt und Wettbewerb bei Heimcomputertechnologien. Und das kann ja nicht so verkehrt sein.
Wenn man sich den Artikel auf Web.de gänzlich durchliest, kommen Aussprachen der FSF zutage, die irgendeinem Sektenführer gut zu Gesicht stünden. Ich finde diese Anti-Vista-Kampagne total albern.
Stattdessen sollte sich die FSF vielmehr auf die Stärken der freien Produkte besinnen und vielleicht mehr an der Massentauglichkeit für die privaten Desktops arbeiten. Daran hat sich nämlich meiner Meinung nach seit einiger Zeit nichts signifikant verändert.
Ich bleibe dabei: Ein Linux beispielsweise ist immer noch lange nicht das richtige Betriebssystem für Tante Erna, die ihren PC als Schreibmaschine und für das Internet benutzen möchte und unbedarft ohne professionelle einen Scanner beim Mediamarkt kaufen möchte.
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