Funktionierender Bürokratismus
23. November 2007 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
Dass es zu viel, teils lächerlichen Bürokratismus in Deutschland gibt, steht wohl außer Frage.
Aufgrund meiner gestrigen Erfahrung will ich aber auch mal ein Lob loswerden. Dabei geht es um meinen Umzug nach Kiel und die damit verbundene Ummeldung meines Gewerbes. Dass eine Ummeldung eine Abmeldung und eine Neu-Anmeldung bedeutet, finde ich übrigens nicht so prickelnd. Aber darum soll es nicht gehen.
Der erfahrene Schleswig-Holsteinische Unternehmer mag feststellen, dass meine Steuernummer, die ich im Impressum angeben muss, nicht zu meiner neuer Adresse passt. Eine Steuernummer, die nämlich mit einer 15 beginnt, gehört nun mal zu Flensburg. Da ich vor einem Jahr mein Gewerbe aus meiner Heimat Brokenlande Richtung Flensburg umzog, erlebte ich schon einmal einen Wechsel der Steuernummer. Diesmal geschah mein Umzug allerdings parallel zu meiner Steuererklärung 2006 (jaja, spät, ... auch angemahnt... Asche auf mein Haupt!).
Die Folge: Ich bin Kieler, habe eine Flensburger Steuernummer und habe an das Finanzamt Neumünster meine Umsatzsteuerrückzahlung für 2006 geleistet. Vorsorglich habe ich die Finanzämter von meinem Gewerbeumzug informiert. Und ob das nun geholfen hat oder nicht: Es funktioniert! Und zwar tadellos! Denn als mir zwischendurch Zweifel aufkamen, ob das denn nun alles so gewuppt hat, wie es soll - und weil ich auf meine Lohnsteuer-Rückzahlung warte -, rief ich beim Finanzamt Flensburg an, und der sehr kompetente Ansprechpartner wusste gleich bescheid.
Normalerweise schreit doch ein solches Szenario nach jeder Menge bürokratischem Ärger, oder? Hoffentlich hab ich nicht nur Glück gehabt.
Fazit:
- Mein Steuerberater, den ich gern auf Anfrage gern empfehlen werde, ist klasse.
- Die Finanzämter im Norden haben meine Anliegen im Griff.
- Und ich hab alles richtig gemacht.
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