Bewerber als starke Raucher entlarven
16. April 2007 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
Diese Woche werde ich meine ersten Vorstellungsgespräche haben - als derjenige, der dem Bewerber gegenüber sitzt. Bei Beate Uhse bekomme ich nämlich dieses Jahr einen Azubi. Ich freue mich auf diese Herausforderung und hoffe, ich kann es sehr viel besser machen, als derjenige, der während meiner Ausbildung eigentlich nur dafür da war, um mein Ausbildungsbegleitheft zu unterschreiben...
Als mir mein Vorgesetzter ein paar Bewerbungen vorlegte, meinte er, er würde auch immer an Bewerbungen riechen und reichte mir eine der Bewerbungen. Da klebte ein PostIt drauf, beschriftet mit "starker Raucher?". Und tatsächlich: Die Bewerbung stank stark nach Rauch und das Papier war auch leicht vergilbt, was mir allerdings nicht aufgefallen wäre, hätte ich es nicht neben eine andere Bewerbung gehalten.
Zwar kann man daraus nicht schließen, ob der Bewerber selbst der starke Raucher ist. Kann ja auch sein, dass er das Papier von irgendeinem Raucher-Arbeitsplatz genommen hat. So oder so ist anzunehmen, dass das Papier nicht erst seit ein paar Tagen dort lag, wo es der Bewerber hergenommen hat.
An der Qualität der Bewerbung hat dieser winzige Minus-Punkt aber natürlich nichts geändert, wir wollen den jungen Mann kennenlernen. Ich persönlich werde mir das mit dem Schnuppern aber merken - besonders für den Fall, wenn ich mal selbst Bewerbungen sichte, die sich vielleicht mal an meine eigene Firma richten. Denn in einer Drei-/Vier-Mann-Firma würde ich es schon als störend empfinden, wenn ein einzelner sehr stark raucht und alle anderen Nichtraucher sind.
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