Packstation 103 - unglaubliche Zufallsverkettung
28. Dezember 2007 - von Kim - 0 Kommentare - Artikel kommentieren
Die Packstationen der Posttochter DHL ist eine wunderbar praktische Sache. Denn wann ist man als arbeitsamer, alleinlebender Junggeselle (das hört sich ja schrecklich an...) denn schon zuhause, wenn der Paketbote an der Tür klingelt? Aus diesem Grund lasse ich häufig große Lieferungen, die per Post-Konkurrenz (UPS, TNT, Transoflex) kommen, an mein nicht all zu fernes Elternhaus liefern. Die Packstation erspart mir den Umweg über mein Elternhaus.
Außerdem ist die Lieferung an das Elternhaus natürlich etwas riskant, wenn darin das Weihnachtsgeschenk für eben die eigenen Eltern drin ist. Also ließ ich das Paket an meine Packstation liefern. Und damit fing der Spaß/Ärger an:
Ich versuche mich mal im Steno-Stil und liste die Zufallsverkettung stichwortartig auf. Dabei stelle ich mir die Frage, warum ich eigentlich nie im Lotto gewinne:
- von der Packstation 103 in Kiel-Wellingdorf wurde am gleichen Tag eine zu große Lieferung an die Postfiliale umgeleitet und...
- beide Lieferungen waren von der Firma Alternate und...
- beide Lieferungen waren für einen Herrn Schneider, der in Kiel-Wellingdorf lebt und...
- der eine Schneider heißt Tim, der andere Kim und...
- beide Pakete waren etwa gleich groß und...
- beide Empfänger waren nicht erfreut, dass man die Lieferung erst einen Werktag später abholen kann und...
- beide Pakete wurden ohne Vornamen mit PS 103 Schneider vom DHL-Boten beschritet und...
- beide Herren Schneider wollten versuchen, den Tag nicht abwarten zu müssen; Kim konnte es versuchen, weil seine SMS kam, als die Post noch gar nicht offen hatte, und Tim konnte es nicht versuchen, weil seine SMS kam, als die Post schon geschlossen hatte, und...
... nachdem ich dann feststellte, dass ich das Paket mit DVD-Brenner und Logitech-Tastatur von Herrn Tim Schneider bekommen habe, ging die Odyssee weiter:
- Kim Schneider versuchte in der Befürchtung, dass Tim Schneider jetzt den DVD-Rekorder für meine Eltern in den Händen hielt, das Paket selbst ausliefern, und stellte dann fest, dass...
- Tim Schneider gar nicht mehr an der angegebenen Rechnungsadresse wohnte
Meinen dann nach geglückter Detektiv-Arbeit erfolgreichen, ehrenamtlichen Zustellversuch begründe ich übrigens folgendermaßen. Es wäre ein sehr leicht aufzuklärender, aber erfahrungsgemäß langwieriger Post-Versicherungsfall entstanden, der folgendes bewirkt hätte:
- Ich hätte eine Express-Ersatz-Bestellung für diesen Rekorder beim in diesen Fall teureren Amazon getätigt, damit ich etwas für Weihnachten für meine Eltern in den Händen halten kann.
- Ich hätte dadurch erhebliche Mehrkosten gehabt.
- Ich hätte irgendwann meinen ersten DVD-Rekorder wiederbekommen, den ich dann aber nicht mehr zurückgeben hätte können, weil das 14tägige Rückgaberecht sehr wahrscheinlich längst verstrichen wäre.
Mit dem Resultat, rund vier Stunden unnötig unterwegs gewesen sowie eine Nacht länger in Kiel gewesen zu sein, erhielt ich übrigens am folgenden Tag mein richtiges Paket und auf Nachfrage von der sichtlich überforderten Post-Angestellten keinerlei Entschädigung.
Dafür gönne ich mir einen Beschwerdebrief an den Filialleiter, der sich aber nicht gegen die beiden schwach service-orientierten Mitarbeiter richtet, sondern gegen die an einer Stelle sehr fehlerhafte Prozeßkette (Paketbeschriftung PS 103 Schneider) - der Nachname Schneider ist nämlich der dritthäufigste in Deutschland.
Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an die ehemaligen Nachbarn Kim Schneiders, die mir letztlich die Telefonnummer und neue Anschrift des jungen Herrens vermittelten, der seine Anschrift sowohl bei Alternate, als auch für die Packstation ändern sollte!
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