Pfand-Ärgernisse
17. Juli 2007 - von Kim - 2 Kommentare - Artikel kommentieren
Fall 1: REWE-Markt in der Flensburger Galerie
Heute ist mir zum zweiten Mal ein Ärgernis in Sachen Pfand zugestoßen, so dass mir heute fast mein spießiger Allerwertester geplatzt wäre. Daher muss ich jetzt einfach mal lästern.
Die offenbar aus den neuen Bundesländern stammende Mitarbeiterin des REWE-Marktes der Flensburger Galerie ist mir schon zuvor durch mangelhafte Dienstleistung am Kunden aufgefallen. Als jedoch der Pfand-Rücknahme-Automat des Marktes (mal wieder) ausgefallen war, bewies sie in vollendeter Perfektion ihre Inkompentenz.
Ich hatte also einen Haufen verschiedener Pfandflaschen von der Müllhalde an meinem Arbeitsplatz bei Beate Uhse mitgenommen und dachte mir, dass ich den bei meinem nötig gewordenen Einkauf bei REWE auf meinem Heimweg loswerden könne.
Weit gefehlt...
Als ich der (sorry) meiner Meinung nach strohdoofen Tussi eine Pfandflasche mit dem oben dargestellten Logo präsentierte, meinte die nach einigem Zögern, dass sie diese Flasche nicht annehmen müsse, weil so etwas ja nicht bei ihr im Markt verkauft werde. So viel zum einheitlichen Pfandsystem, wofür dieses Logo steht... Ich war zu träge, um mich auf eine Diskussion mit der Dame einzulassen und drückte Ihr daraufhin eine Bonaqua-Flasche in die Hand. Da wusste sie nicht, ob die nun 25 Cent oder 8 Cent wert sei. Spricht Bände meiner Meinung nach.
Fall 2: REALs Pfandzetteltaktik
Vorgestern fand ich in meinem Portemonnaie einen Pfandzettel von REAL, den ich vergessen hatte, an der Kasse einzulösen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin, der sowas gern mal vergisst. Immerhin geht man am Anfang des Einkaufs zu den (immerhin sehr gut funktionierenden) Pfand-Rücknahmeautomaten, geht dann einkaufen und dann irgendwann zur Kasse. Manche haben da halt Probleme mit ihrem Kurzzeitgedächtnis ;-)
Wie dem auch sei: Auf den Pfandzetteln von REAL steht, dass diese doch bitte innerhalb von 14 Tagen eingelöst werden sollen. Ich fand das schon immer frech, bin damit aber noch nie in irgendeiner Form angeeckt. Bis heute.
Die Kassiererin musterte also kritisch meinen mehr als 14 Tage alten Pfandgutschein und meinte, dass sie den ja eigentlich nicht annehmen müsse und tat so, als wäre sie ganz großartig kulant zu mir, als ich vorher zu ihr meinte, dass REAL in der Hinsicht mit Sicherheit jeden Rechtsstreit verlieren würde.
Ich hätte auch glatt mit meiner laienhaften Vermutung gegen die vermutlich genervten, wartenden Leute an der Kasse wetten wollen. Um also im Nachhinein festzustellen, ob mir die (sorry) ebenfalls meiner Meinung nach blöde Tussi zurecht mein Pfand gutschrieben hat, begab ich mich also auf eine kleine Internetrecherche.
Dazu fand ich den Law-Blog, der mich recht überzeugt hat, aber ich werde dem noch weiter nachgehen und dann vielleicht noch einen ergänzenden Artikel präsentieren.
Sorry, ich will echt nicht wie der letzte Spießer erscheinen, aber sowas kotzt mich echt an. Was mir im Fall REAL besonders aufstößt, ist, dass es REAL doch eigentlich nur Recht sein könne, wenn die Kunden ihr Pfandgeld später einfordern. Stattdessen werden unter Umständen massiv Kunden vergrault. Denn eins könnt ihr mir glauben: Wenn ich heute selbst an der Filialleitung mit meiner Einlöse-Forderung gescheitert wäre, wäre ich das letzte Mal in einem REAL-Markt als Kunde gewesen. Und das kommt dem Markt durchaus teurer als 6,30 Euro Pfand...
Kommentare
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1. Kommentar vom 17. Juli 2007 22:55:38
Ich
Einfach köstlich!
2. Kommentar vom 17. Juli 2007 23:29:28
Malte A.
Ha, hab ich doch gestern einen Pfandzettel von REAL weggeworfen (68 Cent), als ich gesehen habe, dass ich den schon länger als zwei Monate mit mir rumtrage...LOL da kommt doch dein Erlebnis zur rechten Zeit. *LACH* Aber zurück zur Sache, ich finde den Hinweis mit den 14 Tagen auch echt fürn Arsch! In dem Sinne gute Nacht.
