Amazons Enttäuschung namens Audible
09. März 2010 - von Kim - 0 Kommentare
DRM ist tot, hoch lebe DRM! Wie oft haben wir das schon erlebt? Audible, der Hörbuch-Shop, reiht sich da nun ein.
Nun bin ich ja seit einigen Jahren begeisterter Genießer der drei Fragezeichen. Die Hörspiele beziehe ich bei meinem absoluten Lieblings-Online-Shop Amazon. Da ist alles DRM-frei, und ich ging quasi blind davon aus, dass das auch bei der Amazon-Tochter so sein würde. Pustekuchen!
Bei Audible entdeckte ich also für mich einige einige interessante Business-Hörbücher.
Meine bittere Audible-DRM-Erfahrung sah dann so aus:
Bei Audible muss ich zwei Softwareprodukte installieren, um geschützte .aa-Dateien vom Rechner auf eine CD zu bringen. Den Audible-Download-Manager und iTunes. Vor iTunes scheue ich allein zurück, weil es ein aufdringliches, systemweites Software-Schwergewicht ist, was man, wenn man nicht darauf angewiesen ist, nicht unbedingt auf seinem Windows-PC haben möchte, jedenfalls, wenn man keinen iPod besitzt.
Der Audible Download-Manager ist das schlechteste Stück kommerzieller Software, das mir in den letzten Jahren unter die Augen gekommen ist. Wenn ich als Informatiker mich eine Viertelstunde durch die FAQ lesen muss, um an meine per Bankeinzug bezahlten Dateien zu kommen, ist irgendwas falsch. Die Dateien müssen natürlich auch DRM-typisch mit Benutzernamen und Passwort freigeschaltet werden. Unpassend im Jahre 2010!
Der Weg zur klassischen Audio-CD ist ohne iTunes obendrein nicht möglich. Die .aa-Dateien (ich kannte das Format vorher noch gar nicht...) lassen sich auf dem Rechner allerdings auch ohne iTunes abspielen, und irgendwie bekommt man das wohl auch auf seinen iPod, allerdings nur mit diesem schlechten Softwareprodukt, das aus drei Buttons auf einem blanken Panel besteht und Drag and Drop-Fertigkeiten vortäuscht, die es nicht gibt.
Mein Fazit: Audible könnte eine spannende Sache sein, aber:
- Vieles ist einfach unglaublich teuer (ohne Abo)
- DRM-verseuchte Downloads
- iTunes und Audibles fürchterlicher Downloadmanager notwendig (macht sich übrigens frech und unsichtbar breit im System...)
Ich werde also direkt nach dem Erwerb meines ersten Audible-Hörbuches mein Kundenkonto kündigen. DRM unterstütze ich nicht.
GM blamiert amerikanische Autoindustrie
03. März 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Was haben die Amerikaner gezetert gegen die bedrohliche, japanische Konkurrenz! Der oberste Verkehrspolitiker mischte sich rabiat in die Marktwirtschaft ein und empfahl, keine Autos von Toyota zu kaufen. Sicher auch, um die amerikanische Autoindustrie zu stützen. Eine Autoindustrie, die in den letzten Jahrzehnten nicht unbedingt von Innovationsfreude zeugte.
Und jetzt? GM ruft 1,3 Millionen Fahrzeuge zurück, nicht gerade wenig. Es geht um die Servolenkung. Zwar wirkt das Problem im Vergleich zu klemmenden Gaspedalen nicht ganz so schlimm. Aber wenn sich mein Auto plötzlich unerwartet erheblich schwerer lenken lässt, ist das doch ein sehr ernstzunehmendes Risiko.
Nun haben wir also GM (Chevrolet und Pontiac), Toyota und Honda. Was kommt jetzt?
Gravenreuth ist tot
22. Februar 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Ich nehme zur Kenntnis: Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot.
Von Gravenreuth, sagt Eisenberg, sei eine "groteske Figur" gewesen und habe nichts Furchterregendes an sich gehabt. "Er war ein Betrüger, er hatte keine ethischen Grundsätze und hat sich immer nur mit Schwächeren angelegt, die er ausgenommen hat." Kurzum, so folgert Eisenberg: "Ich habe ihn als Schande für den Anwaltsberuf wahrgenommen." (...)
(Anmerkung: Eisenberg ist Rechtsanwalt, der sich erfolgreich gegen v.G. zur Wehr setzte.)
Quelle: Stern.de
Dieses Zitat soll mein Nachruf sein für einen Menschen, mit dem ich glücklicherweise nie etwas zu tun hatte.
Die schlechteste Wettervorhersage aller Zeiten
22. Februar 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Samstag: Für Dienstag: 9° Celsius
Sonntag: Für Dienstag: 0 bis 6° Celsius (aha!)
Montag: Dreckschnee und Eisrillen auf der Werftstraße und für Dienstag: Schneeregen, gefrierender Regen etc.
Geht Euch das Wetter-Orakel auch so auf den Senkel?
Olympias Fratze
17. Februar 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Ja, ich betrachte mich auch nach zehn Jahren Inaktivität und angesammelten Übergewicht als Sportler. Nicht, weil ich so gerne von irgendwelchen früheren Erfolgen im Sport erzähle, sondern, weil ich ein Sportlerherz habe. Sportlich fair, dabei sein ist alles, dem verdienten Sieger gratulieren, Emotionen, Freud und Leid.
Doch, wenn ich in die Medien schaue, wird mir dieser Tage ganz fürchterlich übel. Nicht nur, dass das IOC ohnehin den Ruf von Wahnsinn und Korruption und den Charme einer Mafia hat. Dazu kommt, dass natürlich kaum noch eine durchgehend weiße Weste bei auch nur irgendeiner Sportart zu vermuten ist.
Nein, was mich besonders stört ist diese widerliche Selbstverständlichkeit und der immense Druck, der dieses Jahr ganz besonders von den Medien, ja sogar den Trainern und Verbänden aufgebaut wird. Was lese ich da?
Man muss sich mittlerweile schon fragen, ob sich die Deutschen Topfavoriten in der Stadt am Pazifik gegenseitig anstecken, und ob so ein Olympisches Dorf wirklich für alle gesund ist. Wie Wolf, 31, die nicht weniger als Platz eins von sich erwartete, waren am Abend zuvor auch die Eistänzer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy mit der Bürde eines designierten Olympiasiegers nicht zurecht gekommen. Auch für sie hatte nur der Titel gezählt. Ihr Trainer Ingo Steuer konnte sich das Maleur seiner Schützlinge nicht erklären, und auch Wolfs Coach Thomas Schubert konnte nicht mit Gründen für den Einbruch dienen: "Das müsst ihr sie schon selbst fragen. Wir haben heute Gold verloren."
Quelle: Stern-Artikel
Oder:
Es ist ein Gold, das eine ganze Mannschaft fest eingeplant hatte.
(Quelle: dito, oben)
Oder:
Auf die Rodler ist Verlass (...)
(Artikeleinleitung auf web.de)
Wer verlässt sich da auf wen? Schuldet der Sportler dem Fernsehzuschauer eine Medaille? Vielleicht allenfalls den Sponsoren. Meiner Meinung nach schuldet ein sportlicher Vertreter unserer Nation dem Volk wenn überhaupt nur eines: Dass er sein Bestes gibt.
Und nochmal der Stern:
Weiche Knie und Platz drei: Nach dem ersten Lauf deutete nicht viel auf einen Triumph von Tatjana Hüfner hin. Wie die ostdeutsche Rodlerin ihre Versagensängste in den Griff bekam und zu Gold fuhr - und warum Gold und Bronze für Deutschland nicht phänomenal sind.
(Quelle: Stern.de - Die Ängste der Gold-Rodlerinnen)
Ekelhaft.
Für mich hat das Ganze nicht nur Big-Brother-Niveau, sondern zeigt mir, dass Olympia ein ganz häßliches Gesicht angenommen hat. Früher hieß noch oft sehr glaubwürdig: Egal, welches Edelmetall, ich wäre überglücklich. Oder so ähnlich.
Nun führt Deutschland den ewigen Winter-Olympia-Medaillenspiegel an, und das sportliche und mediale Umfeld der Spitzensportler begibt sich auf Chinaniveau.
Für mich gewinnt Olympia damit endgültig den Charme und die Glaubwürdigkeit des Radsports. Dass sowas überhaupt noch im TV gezeigt wird, ist mir schleierhaft. Außerdem scheinen alle schon irgendwie vergessen haben, dass vor wenigen Tagen ein Olympionike bei einem tragischen Unfall sein Leben verlor. Und das vielleicht nur, weil die Glamour-Spiele unbedingt die schnellste Bahn aller Zeiten haben musste?
Von meiner Seite aus ein großes Danke an all unsere Sportler im fernen Vancouver, dass Ihr dazu beitragt, uns leidgeplagten Steuerzahlern in der Heimat aus unserer Duldungsstarre (Krise, Winter, unfähige Regierung...) zu reißen.
Spiegel Online über Bischof Mixa: Sexuelle Revolution Schuld an Missbrauchsfällen
16. Februar 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Ich zitiere einen einleitenden Text beim Spiegel Online.
Bischof Mixa gibt sexueller Revolution Mischuld an Missbrauchsfällen.
Wenn ich sowas lese, werde ich so dermaßen wütend über die arrogante Selbstherrlichkeit der katholischen Kirche, dass ich glatt nochmal all die fleißigen Arbeitnehmer auffordern möchte, aus der Kirche auszutreten. Ich damit seit 1999 viele, viele Tausend Euro gespart, weil ich rechtzeitig aus der Kirche ausgetreten bin.
Solche weltfremden Geistlichen braucht kein Mensch!
Was kommt als nächstes? Frauen sind selbst schuld an Vergewaltigungen, wenn auch nur ein bißchen Haut zeigen? Aber was soll man von einer Kirche erwarten, deren Oberhaupt namens Papst unnachgiebig riesengroße Zeitbomben auf den ärmsten Kontinent der Welt wirft?
Religionen sind das Joch Menschheit.
Mac-Wetter, Februar 2010
13. Februar 2010 - von Kim - 1 Kommentar
Mac-Wetter, Februar 2010
Vom Büro-iMac abfotografiert am 2. Februar 2010 - wie schön wäre es, wenn dieser Apple Recht hätte!
Beate Uhse-Vorstand will Arbeitnehmervertreter aus Aufsichtsrat
12. Februar 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Das passt. Leider! Als ehemaliger Entwickler einer kleinen, von der Beate Uhse New Media einverleibten Softwareschmiede, sehe ich diese Entwicklung mit Besorgnis. Davon abgesehen, ist es vermutlich sowieso nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das große Kursziel der letzten Jahre wurde nicht annährend erreicht, die Aktie dümpelt bei fürchterlichen ~70 Cent. Die BU-Aktie war ein finanzielles Grab für viele Anleger.
Backfisch vs. Currywurst
05. Februar 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Heute im Büro:
Backfisch ist mir zu fett, da ess ich lieber eine Currywurst!
(Kollege T.S.)
Guten Appetit!
Clear Cache Button für Firefox 3.6
01. Februar 2010 - von Kim - 0 Kommentare
Viele Webentwickler warten sehnsüchtig auf die Kompatibilität des Clear Cache Buttons für den neuen Firefox 3.6.
Wenn man scharf auf die AddOn-Seite schaut, hat jemand eine inoffizielle Version gelauncht, was ja auch, in Anbetracht der Lizenz, in Ordnung ist. Von meiner Seite aus natürlich ohne Gewähr.




